Eine gemeinsame Ausstellung des Camille-Claudel-Museums, des Museums der Schönen Künste in Tours und des Pont-Aven-Museums präsentiert Werke von rund zwanzig Künstlerinnen: Charlotte Besnard, Marie Cazin, Madeleine Jouvray sowie Jessie Lipscomb, Agnès de Frumerie, Anna Bass, Jane Poupelet und viele andere. Französinnen oder Ausländerinnen, oft Töchter oder Ehefrauen von Künstlern, waren sie Camille Claudels Atelierkolleginnen, Freundinnen oder mitunter auch Rivalinnen. Einige lebten vor ihr, andere folgten ihr. Dank nationaler und internationaler Leihgaben erwecken fast 90 Objekte – Skulpturen, aber auch gemalte, gezeichnete und fotografierte Porträts von Bildhauerinnen sowie Fotografien und Korrespondenz – Camille Claudels Künstlerinnenkreis zum Leben, von ihren Anfängen im kosmopolitischen Paris der 1880er-Jahre bis zu ihrer Inhaftierung im März 1913. Welche künstlerische Ausbildungsmöglichkeiten gab es für Frauen um die Jahrhundertwende? Welche Strategien verfolgten Bildhauerinnen, um sich in diesem männerdominierten Feld zu behaupten? Welche Beziehungen pflegte Camille Claudel zu ihren Zeitgenossen? Und welche Rolle spielten diese Künstlerinnen in Auguste Rodins Werkstatt? Dies sind nur einige der Fragen, die in der Ausstellung beleuchtet werden.
Die Ausstellung wurde vom Kulturministerium als „Ausstellung von nationalem Interesse“ ausgezeichnet und genießt daher besondere Förderung. Sie wird nacheinander im Camille-Claudel-Museum in Nogent-sur-Seine (13. September 2025 bis 4. Januar 2026), im Museum der Schönen Künste in Tours (31. Januar bis 1. Juni 2026) und im Museum Pont-Aven (27. Juni bis 8. November 2026) gezeigt.

