Jean Painlevé, Füße im Wasser

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Exposition à venir
Du Saturday, February 07, au Sunday, May 31, 2026

Jean Painlevé, Füße im Wasser
Der französische Regisseur Jean Painlevé (1902–1989) ist international für seine wissenschaftlichen Dokumentarfilme bekannt, in denen er häufig auch experimentelle filmische Aufnahmetechniken verwendete. Er stand der künstlerischen Avantgarde der Zwischenkriegszeit, nutzt er den Film als Explorationswerkzeug, um unbekannte und mysteriöse Aspekte lebender Organismen zu enthüllen. Eigenschaften lebender Organismen zu erkunden und sichtbar zu machen. Seine anschaulichen und informativen Sprecherkommentare führen die Zuschauer_innen durch seine Filme, während die Bilder zwischen dokumentarischen Kameraaufnahmen und mikroskopischen Einstellungen hin und her wechseln.
Sein Werk wurde in den 1920-1930er-Jahren rasant, ausserhalb der wissenschaftlichen Welt in Avantgardekinos und Filmklubs, sogenannten Ciné-Clubs, gezeigt. Painlevés Bekanntheit wuchs wozu auch Berichte in Illustrierten über seine Arbeit beitrugen. Seine nonkonformistische Haltung und seine Affinität zum Surrealismus sind zweifellos der Grund für seine besondere Verbundenheit mit dem unabhängigen Dokumentarkino. Dass Painlevé problemlos zwischen den Welten von Wissenschaft und Kunst wandelte, hat auch mit seinen Künstlerfreunden wie Jacques-André Boiffard, Alexander Calder, Yvan Goll, Fernand Léger, Eli Lotar, Pierre Naville, Pierre Prévert und Jean Vigo zu tun. Ab den 1950er Jahren drehten Painlevé und Geneviève Hamon, seine Lebensgefährtin und Mitarbeiterin, eine Vielzahl von Forschungsfilmen, während sie gleichzeitig ihr persönliches Werk fortsetzten, das von den Studien der Zoologen und Biologen, für die sie arbeiteten, inspiriert war.
Ab den 1950er-Jahren realisierten Painlevé und Geneviève Hamon, seiner Lebensgefährtin und Arbeitspartnerin, eine ganze Reihe von Auftragsfilmen im Forschungskontext, während sie gleichzeitig an eigenen Filmen für ein breites Publikum arbeiteten, in die auch die jeweils aktuelle Forschung von Zoologinnen und Biologinnen einging, mit denen sie kooperierten.
Es lassen sich insbesondere vier zentrale Aspekte identifizieren, die Besonderheiten in Painlevés Schaffen darstellen – und auch die Ausstellung gliedern: die Uferzone des Meeres als sein bevorzugtes Arbeitsgebiet; der wissenschaftliche und pädagogische Ansatz; die Bezüge zu Avantgarde und Surrealismus; Schließlich die Dynamik des Filmschnitts und die Bedeutung des Rhythmus durch das Studium der Bewegung, das Interesse für den Tanz und den Einsatz von Musik.
Diese Ausstellung, die ursprünglich im Jeu de Paume in Paris gezeigt wurde, entstand in Zusammenarbeit mit dem Musée de Pont-Aven und setzt Painlevés filmisches Schaffen in einen historischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Kontext seiner Entstehung, wobei die Bedeutung der Forschung in seinem Werk hervorgehoben wird.
Die Ausstellung, die ursprünglich im Jeu de Paume in Paris gezeigt wurde, entstand in Zusammenarbeit mit dem Musée de Pont-Aven setzt Painlevés filmisches Schaffen in einen historischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Kontext und beleuchtet zugleich die Bedeutung der künstlerischen Avantgarde für ihre Werk. Seine Filme inspirieren noch immer zahlreiche Künstler und behalten ihre ganze kreative Kraft, indem sie uns in einen mentalen Raum eintauchen lassen, der zwischen vertrauten Erfahrungen und traumhaften Abschweifungen unser Realitätsempfinden ins Wanken bringen kann.






